Seit dem Vorarlberger I kann’s! Projektstart 2011 und dem Einstieg weiterer Partnerinnen und Partner in der Steiermark 2017 wurden und werden zahlreiche Outputs erstellt und Erkenntnisse gewonnen. Das spezifische Knowhow von Schülerinnen und Lehrmädchen fließen dabei ebenso ein wie das von Lehrlingsausbildenden, Marketingfachpersonen, Personalverantwortlichen, Geschäftsführung und den Fachfrauen des Vereins Amazone und MAFALDA.

Bei Fragen kontaktieren Sie den Verein Amazone:
office@amazone.or.at oder +43 5574 45801

Die Social Media Kampagne, entstanden 2018 in I kann’s! I trau mer’s zu! 3 in Vorarlberg, umfasst drei Videoclips und ebenso viele Visual Statements und GIF-Sequenzen: Louft wie gschmiert, Volls Programm und Voll unter Druck. Die Kampange soll vor allem Eltern ansprechen, um ihnen die Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihre Töchter* haben. Die Message ist einfach: Technik macht Spaß und Mädchen* können’s!

Die Sprache, in der um Lehrlinge in technischen Berufen geworben wird, ist von hoher Bedeutung für die Frage, wer sich angesprochen fühlt. Denn Sprache gestaltet Wirklichkeiten. Es lohnt sich, durchgängig auch die weibliche Sprachform zu benutzen. Wer Technikerinnen gewinnen möchte, muss sie auch ansprechen: auf Plakaten, Flyern, beim Internetauftritt und in der Sprache all derer, die mit Jugendlichen persönlich in Kontakt treten. So erhalten Mädchen die Botschaft, dass sie gemeint und auch gewollt sind. In der Sprache zeigt sich deutlich die Wertehaltung in Bezug auf Geschlechterverhältnisse und ob Mädchen tatsächlich erwünscht sind. Eine kleine Stellschraube mit großer Wirkung.

Durch gebündeltes Mädchen Knowhow wurde in Vorarlberg die I kann’s!-Checkliste mit Optimierungsmöglichkeiten für männlich geprägte Betriebe erarbeitet, um Mädchen erfolgreich in technische Betriebe einzugliedern. Die von Lehrmädchen maßgeblich mitgestaltete Checkliste liefert eine wertvolle Grundlage für in¬teressierte Unternehmen. Je mehr Betriebe sich in der Förderung von jungen Frauen in technischen Berufsfeldern engagieren, desto selbstverständlicher wird es, dass Berufe für alle Jugendlichen offen sind. Wirtschaftsbetriebe werden somit fit für die Zukunft!

Der Indikatoren Katalog ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses, um Mädchen erfolgreich in technische Lehrberufe einzugliedern und ihre Arbeitsbedingungen in Lehre und Produktion angemessen zu gestalten. Die 16 Indikatoren wurden als der kleinste gemeinsame Nenner an angestrebten Veränderungen der I kann’s!-Betriebe in Vorarlberg erstellt und vereinbart. Konkret wurden die Bereiche Übergang Schule/Betrieb, Wettbewerb, Marketing, Arbeitszeitmodelle, Beteiligungskultur, räumliche Gestaltung, Unternehmenskultur und Lohngefüge als bedeutsame Themen bestimmt.

Sechs Lehrmädchen Betriebe Julius Blum GmbH und GRASS GmbH in Vorarlberg produzierten gemeinsam mit Medienfachfrauen das Video Vor(ur)teil?!. Idee, Icons und Sprüche stammen von den Lehrmädchen. Mit ihrem Knowhow und ihren Visionen über das Endprodukt beeinflussten sie maßgeblich Dreharbeiten und Postproduktion. Mit dem Video schaffen die Mädchen ein Bewusstsein für die im Alltag immer noch präsenten Vorurteile gegenüber Mädchen in technischen Berufen. Für die Tonspur wurde eine große Sammlung an Sprüchen und Aussagen, mit denen sich technisch interessierte Mädchen immer wieder konfrontiert sehen, zusammengetragen.

Die I kann’s!-Plakatkampagne wurde in enger Verknüpfung mit den Themen einer Theaterworkshop-Reihe in Vorarlberg erarbeitet und umfasst vier Sujets. Sie ist in einem längeren Prozess und mit intensivem Einbezug der am Projekt I kann’s! I trau mer’s zu! beteiligten Lehrmädchen entstanden. Die Jugendlichen formulierten die Herausforderungen, denen sie begegnen und Erfahrungen, die sie ganz speziell als Mädchen in einem technischen Beruf machen. Entstanden ist eine Plakatkampagne zur Stärkung von Mädchen in technischen Berufsfeldern. Sie spricht auch Betriebe und die gesamte Öffentlichkeit an.

Das online I kann’s!-Memory entstand 2016 im Zuge der Publikation des Indikatoren Katalogs in Vorarlberg und greift dessen Infos sowie optische Elemente auf. Das Memory sensibilisiert, gibt Wissen weiter, geht ganz nebenbei auf Genderthemen ein und lässt die Spielerin oder den Spieler zudem über herrschende Vorurteile nachdenken.